Viele Läufer planen auf dem Smartphone und trainieren anschließend mit der Uhr. Genau an dieser Schnittstelle entsteht oft Reibung: Die Einheit steht in einer App, die Uhr zeigt aber nur generische Laufdaten – oder ein geänderter Plan ist am Handgelenk noch nicht angekommen.
Der PACE-Ansatz: planen auf dem iPhone, ausführen auf der Watch
PACE CULTURE TRAIN plant die Einheit auf dem iPhone und synchronisiert strukturierte Workouts auf die Apple Watch. Damit stehen nicht nur ein Name und eine Distanz bereit, sondern die für die Einheit relevante Struktur sowie Pace- und Heart-Rate-Ranges.
Warum strukturierte Workouts für Halbmarathon-Training wichtig sind
Ein Easy Run, ein Long Run und eine Qualitätseinheit verfolgen unterschiedliche Ziele. Wenn die Uhr nur Gesamtdistanz und aktuelle Pace anzeigt, muss der Läufer die Struktur selbst im Kopf behalten. Ein strukturiertes Workout macht die geplanten Abschnitte direkt während der Einheit verfügbar.
- Pace-Ranges: sinnvoll, wenn die Einheit über Geschwindigkeit oder Wettkampfnähe gesteuert wird.
- Heart-Rate-Ranges: hilfreich bei niedrig intensiven Einheiten, bei denen ein kontrollierter Belastungsbereich wichtiger sein kann als eine starre Pace.
- Workout-Struktur: Warm-up, Hauptteil und weitere Abschnitte können als zusammenhängende Einheit ausgeführt werden.
Was passiert, wenn PACE das Training anpasst?
Eine adaptive Trainingsapp muss nicht nur einen Plan ändern können. Die Änderung muss auch dort ankommen, wo das Training ausgeführt wird. Wird eine Einheit relevant angepasst, kann PACE die aktualisierte Version erneut mit der Apple Watch synchronisieren.
HealthKit und WorkoutKit sind nicht dasselbe
PACE nutzt Apple Health mit den vom Nutzer freigegebenen Leserechten, um relevante Trainings- und Recovery-Daten einzuordnen. WorkoutKit ist davon getrennt: Es dient dazu, geplante strukturierte Workouts an die Apple Watch zu übertragen. Die aktuelle App fordert für HealthKit nur Leserechte an und schreibt keine Gesundheitsmesswerte in HealthKit.
Die Plattform soll über Apple hinaus wachsen
Der aktuelle Produktstand ist bewusst klar: PACE läuft auf iPhone und Apple Watch. Gleichzeitig wird die technische Architektur bereits so vorbereitet, dass künftig weitere Wearables angebunden werden können, darunter Garmin und COROS. Diese Integrationen sind noch nicht verfügbar. Android ist für eine spätere Consumer-Scale-Phase vorgesehen.
Die Watch ist Ausführungsebene – die Engine bleibt Entscheidungsebene.
PACE erzeugt strukturierte Workouts mit passenden Pace-, Heart-Rate- oder Effort-Zielen, synchronisiert sie über WorkoutKit und importiert das absolvierte Workout anschließend über HealthKit. Erst danach bewertet die Engine Plan vs. Wirklichkeit und entscheidet, ob sich etwas im weiteren Plan ändern sollte.
Apple Watch ersetzt nicht die Trainingslogik
Eine Uhr kann Daten messen und Workouts führen. Sie entscheidet damit aber noch nicht automatisch, welche Einheit im Gesamtkontext sinnvoll ist. Genau dort setzt PACE an: Die Watch ist die Ausführungsebene, die Trainingsentscheidung entsteht aus dem größeren Kontext von Verlauf, Tagesform, Verfügbarkeit und Race Date.
Wie Trainingsmethodik und Watch zusammenspielen
Die Watch ist bei PACE die Ausführungsebene: Sie bringt eine bereits geplante Einheit mit ihren Zielbereichen genau dorthin, wo du sie läufst. Der eigentliche Leistungshebel bleibt die Trainingslogik dahinter — Belastungssteuerung, Intensitätsvorgaben, Progression, Spezifität und Taper.
Wissenschaftlicher Kontext
Kaufmann et al. (2023): Thresholds for Exercise Intensity Prescription — Systematic Review.
PACE auf iPhone + Apple Watch
PACE CULTURE TRAIN verbindet adaptive Halbmarathon-Planung mit strukturierten Apple-Watch-Workouts.
Early Access vormerken